Infanteriewetter
[Bilder vom 09.07.07]

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Regentropfen. Eine der Zutaten für typisch mühsames Infanteriewetter, also jenem meteorologischen Phänomen das so schön an der Moral unserer Schlümpfe nagt. Schlümpfe? Tjaaaa, Schlümpfe ist einer unserer "Fachbegriffe" für Rekruten. Ein änhlicher Begriff wäre Hamburger, also ein Neuling, egal ob Soldat oder Kader. Hamburger schreien fast danach, von uns alten Veteranen ins wahre Militärleben eingeführt zu werden.


Dies der Dorfplatz von Schlumpfhausen, auch Kaserne genannt.         
Ganz frische Rukis, knapp älter als eine Woche, und noch grüner als  
das Grün ihrer grünen Kleidung.                                                       

Ganz schön frostig war es diese Woche, das soll wohl ein Witz sein, das mit dem Sommer, oder? Wir hatten im Wachlokal mal ganze 13°C, und das im Juli! Das also die zweite Zutat fürs Infanteriewetter: so richtig schön unangenehme Temperaturen. Dazu noch eine Prise (oder Brise) Wind, und perfekt ist der Alptraum aller Armeeangehörigen.
Ha, zum Glück bin ich eben im Rückwertigen und kam ausser während einer Nachtübung kaum aufs Feld. In der Kaserne kümmerte ich mich um Materialmagazin, Materialbeschaffungen und anderen logistischen Kleinigkeiten. Dann wurde ich noch mit einer Fangfrage überlistet: Der Hauptfeldi fragte "Schindler, hast Du Frau und Kinder?", und doof wie ich bin sage ich "Nein" und werfe somit gleich die perfekte Argumentation gegen den sofort vom Feldi nachgereichten Befehl die Sonntagswache zu übernehmen in den Dreck. Doof, was? Immerhin konnte ich noch eine Kompensation rausjammern und somit am Freitag schnell ans Institut brettern, um dort ein zwei dringende Sachen zu erledigen, die ich mir eigentlich für's Wochenende vorgenommen hatte. Somit war denn aber mein kurzes Wochenende auch schon am Freitag Nachmittag um 16:00h vorbei und ich setzte mich ins Wachtlokal...

 

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