Auf die Berge ihr Affen!
[Bilder vom 20.05.07]

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Nachdem wir uns so richtig ausgeschlafen hatten überlegten wir uns, was wir denn nun mit dem schon sehr stark angebrochenen Sonntag unternehmen könnte. Wir einigten uns auf den Besuch des Montagne des Singes, dem Affenberg. Diese Erhebung ist so ziemlich das Höchste, was es in weitem Umkreis zu sehen gibt, und zudem auch ein beliebtes Touristenziel.


Erst noch kurz eine der Eidechsen im Garten geknipst, dann ab über die schlaglochübersäte Strasse       
zum Botanikpfad am MdS (Montagne des Singes). Rechts eine Karte des Gebietes: der MdS ist              
furchteinflössende 140 Meter hoch. Wir entschliessen uns den anspruchsvollen roten 3km-Pfad sowie    
auch den 900-metrigen Anfängerpfad zu absolvieren, wild wie wir nun mal sind!                                   


Natürlich gibt's entlang des viel begangenen Trampelpfads auch        
massig Botanik, doch es kommt nicht das selbe Feeling rüber wie     
wenn man im "echten" Dschungel steht. Kleiner Tip: ein Klick aufs    
Bild öffnet die grosse 1200x900 Pixel Variante (1.8MB).                   


Gewaltige Baumriesen ragen weit in den Himmel...                                                                             


Irgendwie wirkt das Gebiet wie der Waldmond Endor aus einem         
bekannten Science Fiction Märchen... (Bildklick: Video 6.7MB)          

 
Und tatsächlich, schon nach wenigen Metern stossen wir auf einen      
durch das Unterholz stampfenden Imperialen AT-ST!                           
Nein, tun wir natürlich nicht, aber ich konnte mal wieder nicht wider-
stehen, etwas Quatsch zu machen. Sorry. Kommt nicht wieder vor.    


Von diesen Dornen hab ich glaubs in einem früheren Blog schon erzählt: Die fiesen Dinger sind ca. 5cm Lang und brechen leicht ab,          
sobald sie sich durch die Haut gebohrt haben. Und die momentane Zeit: es ist genau Nord-Nord-West, ehm, 15:04 Uhr...                        


Irgendwie verstehe ich Leute nicht die sich im Wald nicht zuhause fühlen: rundherum herrscht das        
pure Leben, alles wächst und gedeiht. Ok, viel verrottet auch überall - aber das ist auch gut so...         


Die Baumrinden sind über und über mit den verschiedensten             
Flechten übersät.                                                                           


Durch diese hohle Gasse...                                     


...erreichen wir schliesslich das Carbet auf der "Spitze" des Berges.  


Endlich können wir den Dschungel auch mal von Oben betrachten! Im rechten Bild kann man die Gebäude des CSG (Centre Spatial de        
Guyane
) erkennen, in denen Ariane's zusammengeschraubt, aufgerichtet, betankt und schliesslich mit Getöse gestartet werden.             


Mit einem Feldstecher-Trick kriege ich sogar die Ariane 5 des Weltraum-Museums in einigermassen brauchbare Nähe. Auf den Hügeln     
im rechten Bild stehen die Radaranlagen zur Verfolgung der Raketenstarts...                                                                                         


...und hier, an der Küste die Stadt Kourou (wesentlich weniger hoch als die Startrampen) und die Îles du Salut. Im Carbet hängen             
Dutzende dieser riesigen Spinnen rum! Gfürchig...                                                                                                                                


Ich hab auch versucht ein Panorama zusammenzubasteln: ein Klick aufs Bild verrät ob's geklappt hat...


Ziemlich verschwitzt sind wir, und brauchen dementsprechend eine Erfrischung. Zum Glück haben wir   
wieder mal eine Shadek dabei!                                                                                                          


Hier mal wie die grosse Zitrusfrucht innen aussieht: sehr dicke, schwammige Schale, drinnen grosse Schnitze...                                      


Das Fruchtfleisch ist trocken, wenn man es anfasst, aber die            
riesigen Zellen (yep, jedes einzelne dieser länglichen Dinger ist eine 
einzelne Zelle!) enthalten sehr viel Saft - perfekt für jene die nicht   
gerne klebrige Finger haben.                                                           


Überall keimt's und wächst's! Egal ob zwischen Dachbrettern des Carbets oder im ausgehölten Strunk eines gefallenen Baumes...              


Dieser Krabbler sieht nicht nur giftig aus, er ist es wahrscheinlich    
auch: vor Hundertfüssern sollte man sich in Acht nehmen...             


...und hier wohnen Termiten! Wer genau hinschaut kann rechts im Eingang ein paar dieser Nagetiere   
 in ihrem skurril geformten Nesteingang erspähen.                                                                                


Schliesslich wieder ein paar grosse Bäume...                                                                                       


...und zu guter Letzt eine etwa 1.2m lange Schlange, die wir auf der Strasse gefunden haben. Ich glaube sie ist nicht giftig, unterliess     
aber vorsichtshalber doch den näheren interspezifischen Kontakt.                                                                                                          

 

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